... zumindest im Moment. Denn eigentlich sollte ich jetzt im Flieger sitzen und Richtung Süden unterwegs sein, aber das Schicksal hat es mal wieder anders mit mir gemeint.
Meine Schwiegermutter ist gestern mit akutem Nierenversagen ins Krankenhaus gekommen. Der Arzt konnte oder wollte noch keine Prognose machen.Wie geht`s weiter? Wie sind die Aussichten? Nichts.. einfach abwarten... Abwarten und die gepackten Sachen wieder in den Schrank räumen. Abwarten und den Katzensitter absagen. Abwarten und sich mit Versicherungen herumschlagen.
Und nun bin ich traurig, unendlich traurig wegen einem Urlaub. Doch darf man das unter diesen Umständen überhaupt sein?
Ich bin hin- und hergerissen zwischen Trauer und Wut. Wut auf das Leben. Nie läuft es bei mir geradeaus. Immer werde ich gestoppt, baut sich ein Hindernis auf. Endet mein Weg in einer Sackgasse. Muss ich umkehren. Einen neuen Weg finden. Nicht aufgeben. Positiv in die Zukunft schauen.
Trauer, weil es meinem Mann nicht gut geht. Er macht sich Sorgen um seine Mutter. Er ist Urlaubsreif, hätte den Urlaub dringend benötigt. Doch nun geht es für ihn Montag zurück ins Büro. Traurig, weil er immer wieder sagt "es tut mir so leid für dich". Doch es tut mir Leid für ihn, weil ich stärker sein will und nicht kann. Weil ich gerade heule wegen einem Urlaub.Weil ich mir immer wieder ins Gewissen reden muss, dass mehr als nur ein Urlaub dahinter steckt. Ein Schicksal. Ein Leben.
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